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Zu Besuch im Bellonland Eingebettet in die sanft sich erstreckenden Hügel des Odenwaldes inmitten einer intakten und wunderschönen Naturlandschaft liegt Rothenberg. Vor gut zehn Jahren beschlossen Vater und Sohn Michael Bellon dort eine Fahne mit der Aufschrift Thermikflieger Rothenberg zu hissen und seitdem entwickelte sich das alljährlich Julitreffen mit Unterstützung des Vereins und der gesamten Gemeinde Rothenberg zu einer Flugveranstaltung mit beachtenswertem Zuspruch von Gast piloten und Gästen. Inmitten des Sommerhochs 2010 reisten Ulf mit seiner Familie und ich mit meinem Sohn am frühen Freitagmittag an und bauten sogleich auf. Nicht Zelte sondern natürlich Flieger, es ist schon immer wieder schön zu sehen, wie Ulf nach all` den Jahren kurz vor dem Erreichen eines Flugplatzes immer schneller wird und es vor Ort in ihm wieder kribbelt, endlich in die Luft zu kommen. Schlepper waren bereits vor Ort, Michael Bellon sen. selbst war schon aktiv in der Luft, aber auch Maximilian Klein und Marc Zimmer, die beiden M&M´s aus Oberbayern hatten sich schon im Odenwald akklimatisiert. Max mit seiner Wilga schleppte an diesem Wochenende alles, was in der Schleppkupplung Platz fand. Marc und ich versuchten uns ein wenig im Segelkunstflug mit unseren SZD´s 59 und Ulf und Ralf Doll versuchten aus unseren Bemühungen der wilden Figuren ein wenig mehr „Kunstflug“ zu machen, indem sie uns beim Fliegen als Mentor unterstützten. Wie wenig Höhe 400 Meter sein können und wie schnell das Unverständnis eines Schleppers doch weichen kann, wenn man selbst mal versucht, eine saubere Figur zu fliegen. Aber auch das Thermikfliegen kam nicht zu kurz, Bernd Straßburger zeigte an diesem Freitag mal wieder, wie lange man mit einer ASK 13 am Himmel schweben kann. Berthold Strempfer brachte seine neue Symphony mit einem gelungenen Design an den Start und so verfügte der Odenwald an diesem Wochenende über sicherlich zehn Schleppmaschinen, die ebenso in Warteposition aufgereiht waren wie die Segler. Streß und Hektik gab es wie immer keinen und wer sich mal richtig verwöhnen lassen möchte und auf einer Bergpanoramastraße sich zu einem gemütlichen Frühstück, Mittag- oder Abendessen treffen möchte, dem sei das Bellonland empfohlen. Es ist nicht gelogen, was diese Gemeinschaft an Ehrgeiz, Mühen und Kräften auf sich nimmt, inmitten der Natur morgens ein Buffet aufzutischen, was man sonst nur im Restaurant bekommt, das zollt Respekt ! Und wer glaubt, das war´s ein gutes Frühstück muss reichen und der Rest weichen – der irrt, es ging so weiter – so störte auch der Regenschauer am Samstagmittag nicht. So mancher mag sich den Regen als Abkühlung gar gewünscht haben, es trübte keineswegs die gute Laune an allen drei Tagen. Einzig manche Nebelschwaden danach trübten die Sicht der Piloten auf die Modelle, aber das Ganze war nach einer guten Stunde dann auch wieder vergessen. Mit Interesse wurden die neuen M-Link Telemetriebausteine von Ulf und Marc bestaunt. Was inzwischen mit geringstem Baumaß und Gewicht während des Fluges abgelesen werden kann, war schon beeindruckend. Am Sonntagmorgen gelang mir und Ulf ein sehr langer Thermikflug, das ging bei mir auch ohne Vario, ich folgte einfach Ulf und schon kreisten wir gemeinsam ein. Das macht Spaß, solange jeder weiß, welchen Flieger er gerade steuert ?! Die eingesetzten Segler waren gerade am Sonntag sehr facettenreich und ein Grinsen konnte man jedem der teilnehmenden und zuschauenden Gesichter entnehmen. Es gab aus unserer Sicht auch viele neue Pilotengesichter und manch` einer bekundete auch sein Interesse an den noch ausstehenden Wettbewerben. So war die DM scale/semiscale in Leverkusen immer wieder ein Thema, wäre klasse, wenn man dort einige neue Gesichter wiedertrifft. Reinhard Kraft testete mit seiner großen ASK 23 erfolgreich sein neues 2,4 Ghz System und auch in Rothenberg war das Senderfrequenzzelt ein selten frequentierter Ort. Diese Zelte werden in Zukunft wohl andersweitig genutzt werden.
Also, das Bellonland ist ein ganz besonderes und der Abschied fiel uns allen schwer, aber wir kommen wieder ... keine Frage, heut´ ist nicht alle Tage … Nun geht´s aber erstmal in die Sommerpause, Alex sitzt schon in südlichen Gefilden, Holger fuhr am Sonntag los und Ulf und ich machen uns in Kürze auf den Weg … Also, Euch allen schöne Ferien … bis bald Ulf und Christoph
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