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Einziehfahrwerk, kleiner Praxistipp mit großer Wirkung,
Wird ein Segler mit einem Einziehfahrwerk ausgestattet gehen die Überlegungen zuerst dahingehend welcher Hersteller es denn sein soll. Dieses zu beantworten ist sicher mühselig uns schlussendlich gar nicht zu beantworten. Dann aber geht es an das wirklich Wichtige. Die Auswahl des Servos spielt eine entscheidende Rolle für stressfreie Flugstunden. Dabei ist es nicht so einfach die erforderliche Kraft vorab realistisch einzuschätzen. Oft funktionieren die Fahrwerke im Baukeller einwandfrei, bei niedrigen Temperaturen, Feuchtigkeit und Schmutz jedoch gar nicht mehr. Um die Stärke des Servos herauszufinden ist es unerlässlich einige Versuche vorzunehmen. Beginnend mit einen „Standardservo“ welches ca. 50-60 Ncm drückt wird man schnell feststellen ob dieses schon reicht. Dabei sind die Hebelarme erst einmal gleich lang zu wählen! Nun sollte nach meiner Erfahrung das Servo mindestens das Doppelte an Kraft aufbringen um die oben genannten Störfaktoren auszuschalten. In diesem Zusammenhang müssen die kinematischen Verhältnisse zwischen Servoarm Länge und Stellhebel am Fahrwerk aufeinander abgestimmt werden. Damit nicht genug! Auch der Servoweg muss noch zum Hebelarmweg passen. An den Fahrwerken der meisten Hersteller ist die Kulisse so ausgebildet, dass der Hebelarm am Fahrwerk um 45 ° zu bewegen ist um in beiden Richtungen vollständig zu verriegeln. Ein Optimum beim Servo wäre dahingehend 180°. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Der Hebel am Servo kann fast halb so lang sein, die Kraft wächst mit zunehmenden Ausschlag noch einmal um ein Vielfaches, klares Verriegeln in den Endpositionen lässt sich dann mit der Länge der Hebelarme sicher und dauerhaft einstellen. Dabei gilt, am Servo so weit wie möglich innen einhängen und am Fahrwerk so weit wie möglich außen anlenken. Alle Hitec Digitalservos lassen sich einfach auf 180° programmieren. Notwendig ist dazu eines der angebotenen Programmiergeräte. Wer jetzt sagt er schafft sich nicht für diesen einen Anwendungsfall ein Solches extra an, dem sei nachfolgend weitere, wichtigere Gründe beschrieben. In einem meiner Berichte habe ich ja schon mehrfach auf eine Minimalisierung der in einem Modell eingebauten Technik hingewiesen. Um möglichst viel Sicherheit und Funktionalität beim Einziehfahrwerk zu erreichen habe ich z.B. beim SZD-59 Acro das Bremsservo und das Einziehfahrwerksservo mit einem separaten Akku mit Außenbordanschluss versorgt. Das kann jeder versierte Modellbauer selber ohne Platine und sonstige Bauteile bewerkstelligen.
Grundgedanken, Überlegungen und Antworten;
Noch ein Gedanke zur Auswahl des geeigneten Servotesters. Das HFP 20 hat eine integrierte Stromversorgung. Somit braucht dieses nur angesteckt zu werden und mittels Regler linear bewegt werden. Bei Verwendung des neuen HPP21 Plus muss zusätzlich nur noch der Schalter zur Stromversorgung der externen Servos betätigt werden um das Fahrwerk zu bewegen. Schnell wird nun klar wie man mit weniger Technik im Modell auskommt, sie extern jedoch nutzt. Getreu dem Motto, was nicht drin ist kann auch nicht kaputt gehen! Ulf Reichmann
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