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Von der Kunst des Fliegens berichtet das .... 8. F-Schlepp Treffen in Hirzenhain
Es ist der zweitälteste Segelflugclub der Welt und beim Betreten der Vereinsräume folgt man auf Bildern den Spuren der Vergangenheit, bereits 1923 gegründet zeigte sich der Club mal wieder von seiner besten Seite. Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich die Behauptung aufstelle, es war für viele von uns das Event des Jahres. Hier konnte nun ein jeder wirklich seine Flugakkus leerfliegen und seine Akkus für den Winter in Sachen Erinnerungen an tolle Fliegertage aufladen. Mehr geht nicht, klar braucht man dazu auch ein wenig Wetterglück, aber wie formulierte Helge Baum es beim Treffen ein wenig provokant, - ich weiss nicht, wo Ihr sonst seid, aber hier ist 3 Tage lang Sonne pur angesagt und nicht nur das – Sonnenschein, Windstille bis Windarmut und dieses besondere Herbstlicht, die klare dunkle Blautönung, die wir Fotografen suchen wie ein Surfer seine Wellen. Alles war vorhanden, Flugplatz XXL, Sonne XXL, Schlepper XXL, Segler XXL, gute Laune XXXXXL
Die Farben der Fotos geben die Qualität der Veranstaltung wieder: 100% perfekte Arbeit, - bevor ich es vergesse, unser aller Dank an diese Vereinsarbeit, vom Frühstück bis Abendessen, von der Flugleitung bis zum Abendprogramm, danke, danke, danke – mehr geht nicht und was in Hirzenhain natürlich das Ganze Angenehm gestaltet sind diese unendlichen Weiten, nicht nur im Flugraum sondern auch das gesamte Platzgelände, eine Infrastruktur, die ihresgleichen sucht, eine Campingarea mit Erholungsfaktor 10.
Was Flieger wollen, bekommen sie in Hirzenhain in jedem Falle und lassen wir ein paar Zahlen sprechen.
Die Familie Baum besteht aus 4 Personen, die alleine schaffen eine Menge, aber nicht alles und daher brauchte es täglich bis zu 20 Mitglieder, die alles taten, damit wir alle als Gäste einen funktionierenden Flugbetrieb vorfinden. Einen Dank vor allem auch an den aktiven Vorstand Gerhard Klaffenbach und Olli Borsdorf und allen Mitgliedern des SFC HiHai, die dies in jedweder Form unterstützt haben. Das war ganz großes Kino und damit sind 93 Piloten und hunderte Gäste glücklich angereist und überglücklich abgereist. Ja diese Zahl muss man nochmals lesen, also sie schreibt sich so: Dreiundneunzig Pilooooten waren auf der Anmeldeliste, davon noch 2-3 mit langer Antenne, der Rest und das ist technisch auch mal erwähnenswert hat zeitgleich mit 2.4 Ghz drei Tage lang hunderte Flüge ohne jedes Wenn und aber technischer Art zelebrieren können.
Der Schleppbetrieb wurde von Anfang an mit zwei Schleppmaschinen durchgeführt, das erforderte nicht nur disziplinierte Piloten sondern auch eine aktive Flugleiterschaft und es gab hierbei nicht einen einzigen erwähnenswerten Zwischenfall. Solche Schleppleistungen sind in meinen Augen Weltklasse und das zeigt mal wieder auch den Stellenwert der F-Schlepperei. Egal ob aktiver Pilot, interessierter Modellflieger und Gast, jeder kam hier auf seine Kosten.
Höhepunkte gab es so viele, das ich mal versuche, die schönsten aus meiner Sicht aufzuzeigen:
Am Samstagabend zelebrierten Dominik Braun und Dominik Georg Synchronkunstflug mit Rauch und Hüllten den Abendhimmel dabei in feinsten Rauch, das war Gänsehautstimmung, zumal solche nicht zuvor einstudierten Dinge natürlich besonderen Nervenkitzel garantieren.
Beim Briefing am Sonntag wurde der Vorschlag von Ralf Doll und Eric Laumann besprochen, am Mittag im Zeitfenster von einer Stunde die Facetten der Sportreferate F-Schlepp, Acro-Segelkunstflug, Scale/Semi-Scale einmal mehr aufzuzeigen und den Fachbesuchern und Gästen der umliegenden Städte vorzufliegen. Das ganze genoss natürlich eine breite Zustimmung und so erarbeiteten und moderierten die beiden eine kleine Show der Extraklasse, wobei fast das gesamte Teilnehmerfeld mitwirken konnte.
Michael Bellon jun. zelebrierte mit seinem Großsegler Scalefliegen vom feinsten und Alex schleppte Scalelike die Edelorchidee gen Himmel, genauso wie Martin Hofmann zusammen mit seiner Tochter Selina und ihrer neuen GROB G103 C F-Schlepp nach DM Regeln präsentierten.
Nervenkitzel war dann bei den Acro Segelkunstflugeinlagen von Marcel Rybski und Dominik Georg angesagt, zunächst zeigte man die Bekannten Pflichten der beiden Klassen und was dann kam, davon reden manche noch an langen Wintertagen.
Synchronkunstflug von den Stuntpiloten Markus Böhm und Mario Müller, vorweggenommen, es sind beide keine Draufgänger, sie beherrschen beide ihre Modelle perfekt und Mario seinen neuen Cirrus K obgleich erst gerade im Programm von Martin Hofmann, als hätte er nie was anderes gemacht. Vierzeitenrollen in Ameisenhöhe kannte man bisher nur von Markus Böhm, aber Iceman Markus hat einen Doppelgänger, dessen ersten drei Anfangsbuchstaben schon mal identisch sind - und mehr ... Magic Mario, alias Mario Müller ist nicht umsonst im ersten Jahr Deutscher Meiser der Sportklasse geworden, - die Synchronflüge waren nicht nur ein Augenschmaus sondern sicherlich auch ein Anreiz, künftig desöfteren solche Einlagen zu zeigen oder gar wettbewerbsseitig einzubinden.
Und aus meiner Sicht und das des gesamten F-SchleppOnTour Teams kann man sagen, ob vorne oder hinten das Fliegen in die Kunstflugbox ist schon Spaß der Extraklasse und ein Dank an die beiden, die diese Kür binnen zwei Trainingsflügen einstudiert haben.
Was die beiden „am Knüppel“, waren dann Eric Laumann und Ralf Doll „am Mikrofon“, gekonnt haben die beiden durch das Programm geführt und man sieht, man kann auch einen Kuchen backen, wenn das Rezept dazu spontan ausgedacht wird.
Es folgte ein Doppelschlepp mit zwei KA7 souverän geschleppt von Michael Bellon sen. sowie tolle Oldtimerflüge von und mit Bernd Straßburger und anderen Piloten. Ferner wurden noch Großsegler mit Klapptriebwerken präsentiert.
Fünf Sportreferate in einer Stunde gekonnt vorgeführt, das war Hirzenhain 2011.
Im Anschluss daran wurde dann noch fleissig weitergeschleppt, die ersten machten sich derweil auf den Heimweg, was bleibt ist das Fernweh nach einer so gelungenen Veranstaltung.
Allen vom SFC Hihai unseren Dank, Ihr seid spitzenklasse in Sachen Gastgeber und Pilotenbetreuung, bei allen positiven Erfahrungen jedoch bleibt zum Schluß nur ein kleiner Kritikpunkt. Nämlich jener, das es eine Forsetzung vom Treffen in Hihai erst 2013 gibt, seuuuufz .. Bis Bald Alex, Ulf und Christoph Nachfolgend noch einige Bilderimpressionen ... (wie immer mit der Maus wackeln, warten, Bild schauen und lesen ...)
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